Verbaler und emotionaler Missbrauch in Freundschaften – Teil 2

Verbaler und emotionaler Missbrauch in Freundschaften -  Teil 2Teil 2: Was können Sie tun, wenn Ihr Freund Sie beschimpft?
Vorweg: Wenn Beschimpfungen eskalieren und in körperliche Gewalt ausarten, halten Sie sich von der Person fern und rufen Sie gegebenenfalls die Polizei.

Wenn Sie Ihren Freund auf sein Fehlverhalten hinweisen möchten oder ihm klarmachen möchten, welchen Hintergrund seine Beschimpfungen haben, sollten Sie vorsichtig sein und eine dritte Person zu dem Treffen mitnehmen. Eine andere Möglichkeit ist, die Freundschaft direkt ohne Aussprache zu beenden.

Wenn Sie Ihrem Freund eine Nachricht schicken möchten ohne ein persönliches Treffen, machen Sie sich bewusst, dass auf diese Weise nonverbale Zeichen wie z.B. Mimik und Tonfall nicht möglich sind und so Missverständnisse entstehen können.

Hier einige Tipps, wenn Sie sich entscheiden, z.B. eine E-Mail-Nachricht zu senden:

  • Bleiben Sie bei den Tatsachen.
  • Sprechen Sie darüber, wie bestimmte Aussagen auf Sie gewirkt haben – aber ohne eine Schuldzuweisung an den Freund (Beispiel: „Ich hatte das Gefühl, dass du dich über mich lustig machst, als du … sagtest.“ statt „Du hast dich über mich lustig gemacht, als du … sagtest!“).
  • Bleiben Sie standhaft und ändern Sie Ihre Entscheidung nicht. Eine E-Mail wie diese signalisiert wirklich das Ende einer Freundschaft. Lassen Sie sich nicht auf eine Diskussion ein. Wenn Ihr Freund mit bösen Worten reagiert, ignorieren sie dies und ziehen Sie Ihres Weges.
  • Verwenden Sie keine Schimpfwörter um zu demonstrieren, wie schlecht Ihr Freund Sie behandelt hat.
  • Sagen Sie klipp und klar, dass die Freundschaft vorbei ist (Beispiel: „Es war schön, dich kennengelernt zu haben, aber ich glaube, es ist Zeit für mich zu gehen.“).

… und wenn Ihr Freund sich ändern möchte?
Wenn Sie Ihrem Freund mitgeteilt haben, dass die Freundschaft wegen seiner verbalen Angriffe beendet ist und er Sie daraufhin um eine zweite Chance bittet, seien Sie auf jeden Fall vorsichtig. Natürlich kann es sein, dass Sie der erste sind, der den emotionalen Missbrauch angesprochen hat und nun tatsächlich ein Prozess in Gang kommt, der zu einer Verhaltensänderung bei Ihrem Freund führt – das kann aber dauern und der Erfolg hängt davon ab, ob Ihr Freund bereit ist, aufrichtig und intensiv an sich zu arbeiten.

Sie sind nicht verpflichtet, bei einem Freund zu bleiben, der Sie derartig schlecht behandelt hat. Wenn Sie denken, dass auch während seiner Arbeit an sich selbst zu viel Negatives auf Sie zukommt, haben Sie jedes Recht, ihm alles Gute zu wünschen und zu gehen. Vielleicht hat Ihr Freund ja irgendwann den Punkt erreicht, an dem die Freundschaft wieder aktiviert werden kann.

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Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

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