Freundschaft - wie gehts weiter?

#1
Hey zusammen,

erstmal großes Lob hier an das Forum hier, ich habe erstmal Stunden bei ner Suchmaschine verbracht bis ich euch gefunden habe, ich denke das Forum hier ist genau das Richtige! Ich durchlebe aktuell eine recht schwierige Phase und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll und bräuchte einfach etwas Hilfe, ich hoffe also ihr lest den vielen Text durch, es würde mir viel bedeuten auch viele Antworten zu bekommen!



Also....angefangen hat es im Jahr 2010, als ich mit einer "flüchtigen" Internetbekanntschaft über ein gemeinsames Hobby (übers Internet) angefangen habe immer öfter zu schreiben. Anfangs waren die Gespräche noch recht unverbindlich und oberflächlich(er) aber das änderte sich immer weiter bis man irgendwann gemerkt hatte, dass man sich wirklich für den Anderen interessiert. Anfangs hatten wir nur ein Treffen für 2011 geplant (wir wohnen ca 200km auseinander) aber das änderte sich recht schnell, als wir merkten, dass es sogar mehr als Freundschaft war. Für mich war es vorher eigentlich nicht vorstellbar eine Beziehung mit einem Jungen einzugehen, aber es hat sich halt einfach so ergeben...
Wir haben gesagt wir probieren das miteinander und falls es nicht klappt bleiben wir auf jedenfall Freunde.

In der folgenden Zeit haben wir so gut es geht alles gemeinsam gemacht: Wenn wir am PC waren im Skype, unterwegs per SMS (oder irgendwelchen Apps) und haben uns mindestens ein freies Wochenende im Monat getroffen. Es war die perfekte Mischung zwischen Freundschaft und Beziehung. Da ich vorher recht alleine war und nie so eine richtige Freundschaft hatte, war es für mich wie der berühmte 6er im Lotto. Andere Kontakte die recht "lose" übers Internet bestanden habe ich vernachlässigt.

Leider hat sich das ganze seit Mitte letztem Jahr nicht so entwickelt wie wir das dachten: Mein Freund/Kumpel ist in eine Phase reingefallen wo er mir den Eindruck vermittelt hatte, als wäre es eine "0-Bock-Phase". Später sagte er mir, dass er mit psychischen Problemen zu kämpfen hat und ich wusste nicht wie ich mit der Situation umgehen sollte, es hat mich ehrlich gesagt überrumpelt, zumal er mir oft den Eindruck vermittelte als gehe es ihm gut. Aber vieles war mit der Zeit halt nicht mehr so wie anfangs, wo ich persönlich auch oft dachte "die Liebe ist halt nicht mehr so wie Anfangs, aber intakt".

Um die Sache etwas abzukürzen: Anfang des Monats sagte er mir, dass er eine Auszeit brauche und sich erstmal nicht mehr bei mir melden wird (Internet, SMS usw). Eine Woche später sagte er mir dann recht überraschend, dass es sich von mir trennen will, da er mich die ganze Woche nicht vermisst hat und er jetzt erstmal (wegen seinen Problemen) an sich denken muss. Für mich war das natürlich schwierig - ich wusste dass wir Probleme hatten, aber die wären gemeinsam lösbar gewesen.
Als ich dann fragte wie er sich die Zukunft vorstellt, meinte er, dass es wohl auf einen Kontaktabbruch hinauslaufen wird. Ich war natürlich erstmal platt und nach einem weiteren Gespräch hat er auch selbst eingesehen, dass das der falsche Weg ist und er das selbst nicht will. Er sagte mir dass wir Freunde bleiben sollen, aber er erstmal etwas Abstand will.

Und genau da fängt für mich das Problem an, selbst wenn es als Beziehung nicht geklappt hat: Ich vermisse ihn sehr als Kumpel, wir haben halt viel übers Internet gemacht und auch jeden Tag voneinander gehört. Ich habe ein großes Problem damit, dass er Abstand möchte, ich habe ihm das auch mehrmals gesagt (mal in "gutem" und auch mal in "bösen" verzweifelten Ton). Erst wollte er mich dann auch nächsten Monat wieder treffen, aber mittlerweile blockt er immer weiter ab - ich habe einfach Angst ihn ganz zu verlieren.

Hinzu kommt, dass er sich seit der Woche Auszeit mit jemand neuem übers Internet angefreundet hat, von dem er sagt, dass er sich mit "ihm auf einer Wellenlänge" befindet. Er sagt zwar "das ist nur ein Internetchat", aber es macht mir halt zu schaffen, dass er mit "nur einem Internetchat" mittlerweile mehr Zeit verbringt als mit mir.......
Auch deshalb habe ich ihm gesagt, dass ich mit Abstand nicht leben kann und ich halt auch so keine Zukunft sehe, aber ich hoffe natürlich dass er sich noch für mich interessiert - er sagt das zwar, aber er zeigt es mir halt in keiner Weise, sodass es sich auch ehrlich anfühlt :( Ich habe nur ihn als besten Freund und sonst keine richtigen Freunde.

Was würdet ihr in meiner Situation machen? Würdet ihr ihm die Zeit geben für den Abstand, würdet ihr einen Schlussstrich ziehen wie ich es angedacht habe oder wie würdet ihr reagieren?

Ich freue mich über jede Antwort und danke schonmal!
 
#2
Hallo =) Ganz ehrlich wenn er die einzige Person ist die man hat ich würde irre werde und tierisch Angst haben wieder alleine zu sein kann dich schon verstehen wie es dir jetzt geht. Aber Kontakt ein zu fordern das bringt da leider nichts weil er ja Abstand möchte das musst du wohl akzeptieren erzwingen kannst du nichts entweder es entwickelt sich eine Freundschaft noch daraus oder er lässt es im Sand verlaufen . Fühl dich gedrückt !
 
#3
Hey, danke für deine nette Antwort :)

Ja ich werde irre und habe Angst, aber genau deshalb mach ich auch irgendwie so dumme Sachen und bedränge ihn auch etwas und manchmal hab ich so ne Phase wo ich am liebsten nichts mehr mit ihm zu tun haben würde, das is einfach komisch :( Ich weiß halt nicht was das richtige ist, zumal es mich persönlich auch sehr treffen würde, wenn er nun eine neue Beziehung hätte, selbst wenn zwischen uns eine gute Freundschaft entsteht. Das ist alles einfach sehr kompliziert.

Übers Internet habe ich zwar noch 2-3 (für mich) recht wichtige Kontakte, aber es ist einfach nicht das gleiche...

Freu mich natürlich über noch mehr Antworten :)

Gruß
 
#4
vllt solltest du auch einbisschen abstand nehmen, hilft oft mit den eigenen gefuehlen.
die distanz ist halt schwierig, da was anderes vorzuschlagen.. sonst haett ich gesagt, bitte ihn um ne letzte aussprache, setzt euch zusammen und redet, wie es dazu gekommen ist usw, und man bitte den gegenueber ehrlich zu sein.. denn das ist das einzige was am ende uebrig bleibt, die ehrlichkeit, denn manchmal ist das auch ein neubeginn.
du kannst sonst nicht viel machen, wenn sich seine gefuehle geaendert haben (ueber das warum brauch ich nicht reden, waeren nur annahmen und das ist muessig und bloedsinn). wart nicht zu lang, denn manchmal laeuft man sogar gefahr den anderen mit seinen gefuehlen zu nerven. mach dich rar und zieh fuer dich einen schlusstrich, das hilft vorallem dir damit abzuschliessen.

kopf hoch ;)
 

Anica

Neues Mitglied
#5
Hallo :)
Ich bin genau in der Gleichen Situation wie du gerade,also bist du mit so ein Problem nicht alleine.
Ich bin auch der du solltest ein Schussstrich ziehen, i weiss dass das nicht leicht ist aber es ist für dich und deine Gesundheit(Gefühle)besser.Ich weiss wovon i rede.Ich wurde auch verlassen vor 4Wochen und i bin bis jetzt noch nicht ganz davon weg.Mal lieb ich ihn noch,mal hass ich ihn und ich könnte mich dafür hassen das i mich in so ein Idioten verliebt habe.Aber wie gesagt es ist schon fast weg der Liebeskummer.Jetzt denk i zur Zeit nur an mich und das sollste du auch tun.Viel Glück.Ich hoff du meldest dich mal mfg Anica
 
#6
Hey euch beiden, danke für eure Antworten :)

die distanz ist halt schwierig, da was anderes vorzuschlagen.. sonst haett ich gesagt, bitte ihn um ne letzte aussprache, setzt euch zusammen und redet, wie es dazu gekommen ist usw, und man bitte den gegenueber ehrlich zu sein.. denn das ist das einzige was am ende uebrig bleibt, die ehrlichkeit, denn manchmal ist das auch ein neubeginn.
Ich habe bereits am ersten Tag der Trennung gesagt, dass ich eine Aussprache möchte, so schnell es geht. Irgendwie hat er das immer so vor sich her geschoben, weil er nur noch ganz ganz wenig Interesse an mir zeigt. Ich habe dann an einem Tag auch viel geredet im Skype, aber das war eher ein Monolog von mir und eine Aussprache übers Internet ist einfach nichts richtiges, als wenn man richtig beisammen sitzt.


Mal lieb ich ihn noch,mal hass ich ihn und ich könnte mich dafür hassen das i mich in so ein Idioten verliebt habe.Aber wie gesagt es ist schon fast weg der Liebeskummer.Jetzt denk i zur Zeit nur an mich und das sollste du auch tun.Viel Glück.Ich hoff du meldest dich mal
Ja genau so geht es mir auch. Einmal denke ich dran, was man hätte noch alles erleben können und werde traurig, dann denk ich dran wie er mit mir umgegangen ist, dann werde ich wütend und manchmal frage ich mich einfach ob es das ganze Wert war, weil ich ja auch Kompromisse eingegangen bin und mich nun irgendwie auch als Sündenbock fühle.

Genau deshalb bin bzw war ich mir nicht sicher wie ich weitermachen soll. Ob es als Freunde geht oder nicht, ob man weiter Kontakt haben soll oder nicht. Und jeder rät mir zum Schlussstrich ziehen - und wenn ich ehrlich bin fühle ich mich mit diesem Gedanken auch am besten. Zumal ich vor einigen Tagen mit ihm Kontakt hatte und mich ehrlich gesagt sehr unwohl gefühlt hatte, weil er sich schon sehr schnell verändert hat :(

Würd mich auch freuen mit dir zu schreiben, wenn du ICQ oder Facebook oder so hast, können wir gerne schreiben, notfalls auch per PN :)

Gruß :)
 

michaela

Erfahrenes Mitglied
#7
Hallo,
dann schreib ich jetzt auch mal was. Ich kann dich sooooo gut verstehen.
Kenne das auch. Bei mir war es zwar keine Beziehung/Freundschaft in dem Sinne
(nur ein im weitesten Sinne "Arbietsverhältnis") aber mit der Trennung konnte und kann ich immer noch nicht klar kommen. Und es ist zwei einhalb Jahre her :(
Loslassen fällt so schwer und ich weiß eben, dass ich nichts erzwingen kann/konnte.
Eine Aussprache gab es zwar mehr oder weniger, aber die wurde von so einer d....
K.......... die leider noch dabei war total verdorben.
Es wäre schön, wenn du es schaffst loszulassen und einen Schlussstrich zu ziehen, weil man geht daran sonst wirlich total kaputt, eigene Erfahrung.
Freunde habe ich auch keinen wirklichen, deshalb konnte oder kann ich da wohl auch nicht loslassen, weil sie so lieb war, mich erkannt hat, ich so das Gefühl hatte es mag mich mal wer so wie ich bin und dann. aus :(
und ziemlich blöd eben auch,
weil ich das gleiche gemacht habe wie du, sie mit Mails "bomadiert" und damit komplett überfordert und wahrscheinlich, (wie neulich noch mal jemand zu mir meinte) vorher schon selbst überschätzt.
Aber wenn du dich bei neuerlichem Kontakt nicht so wohl gefühlt hast, vielleicht gelingt es dir dann ja loszulassen und einen schluss strich zu ziehen.
Denn man kann halt nix erzwingen, dass weiß ich selbst auch und es tut eben weh, zumal wenn man so keine wirklichen Freunde hat
Mir ist ähnliches ja schon öfers passiert und ich frag mich, wie soviele hier,
warum mag mich keiner und/oder es hält nicht lange, wenn sich mal was entwickelt.

neulich hat mir mal wer erzählt, sie hat 7 Jahre gebraucht, um vom Ex loszukommen und abzuschließen... ganz schön heftig.
In einer ähnlichen Situation wie meiner, hat es jemand wohl nach 15 Jahren + noch nicht geschafft, loszulassen.
Das hilft zwar nicht so wirklich, aber man ist nicht alleine.....

Vielleicht muss erst was super tolles Neues kommen? wobei es da wohl auch schwer ist irgendwann, wenn man so Erfahrungen hat sich einzulassen.

Wünsche dir mal dass du nicht so lange brauchst...

da mich das gerade wieder traurig macht,
ganz viele Grüße auch an die anderen ....mit diesen blöden Erlebnissen ;)
 
#8
Hallo michaela,

vielen Dank für deine Antwort, ich freue mich immer wenn mich jemand verstehen kann :)

Ja das mit dem loslassen ist ganz schwierig, besonders schwierig ist halt, wenn man es gar nicht will, aber es als besser ansieht. Bei mir kommt die komplizierte Situation Beziehung/Freundschaft dazu. Was mir die Sache schwierig macht, ist eben das was du schreibst: "(...) ich so das Gefühl hatte es mag mich mal wer so wie ich bin".

Ich habe oftmals den Gedanken, dass ich wahrscheinlich nie wieder jemanden finden werde, der mich so nimmt wie ich bin und mich auch versteht. Genauso ist es umgekehrt, oftmals habe ich schon ohne Worte vorher gewusst was er fühlt, was er will usw...

Aktuell ist es für mich aber schon besser: Ich stehe mittlerweile größtenteils über der Sache, fühle mich besser und habe schon den ersten Schritt getan was das Thema Schlussstrich angeht. Ich hatte ihm zum Beziehungsanfang ein recht teures Gerät ausgeliehen was ich nun zurück möchte. Dann hat er ganz empfindlich reagiert und mir vorgeworfen, dass ich alles überstürzen möchte (wir kennen uns ca 4 Jahre, davon 2 1/2 als Beziehung) und hat noch so Kommentare gebracht wie "Soll ich dir auch noch das Papier geben auf denen du mir Briefe geschrieben hast?"...

Als ich dann sagte, dass ich - selbst wenn daraus nochmal eine Freundschaft werden sollte - dieses Gerät nicht mehr an ihn verleihen möchte und ich seinem Wunsch nach Abstand damit ja auch nachkommen würde, meinte er, dass er nie materiellen Abstand wollte, sondern nur zwischenmenschlichen Abstand - hä?!?!
Ist doch klar, dass ich mir da total ausgenutzt und verarscht vorkomme...

Ich hab mich mittlerweile mit dem Schlussstrich abgefunden, es fällt mir auch leichter michaela, da hast du recht^^ Aber ich werde die nächsten Wochen mal schauen wie es sich weiterentwickelt. Zu verlieren hab ich sowieso nichts mehr...

Gruß
Marcel

PS: Ich hoffe nicht, dass das sieben oder gar 15 Jahre dauert bei mir :D
 

gothic

Neues Mitglied
#9
Internet-Beziehungen sind immer so eine Sache... Ich weiß nicht ich persönlich könnte nie eine Fernbeziehung führen die über Freundschaft hinausgeht, aber das ist deine Sache. Ich weiß von einer Freundin, die eine tolle Freundin übers internet kennengeleernt hat, das dies aber auch etwas sehr positives sein kann. Mehrmals im Jahr besuchen diese sich gegenseitig und schreiben auch oft miteinander.

Ich würde dir, wie die anderen auch, empfehlen ihm zeit zu lassen. Wenn ihm eure Freundschaft wichtig ist wird er sich wieder melden wenn es ihm besser geht. Das kann Tage, Wochen oder Monate dauern. Du könntest ja in einem Monat eine vorsichtige Nachricht schicken und fragen wie es ihm geht.

Hoffe das hilft dir vielleicht weiter
 
#10
Hey gothic :)

ja "Internetbeziehungen"/Fernbeziehungen sind was ganz kompliziertes. Es ist aber halt einfach passiert und eigentlich bereue ich das auch nicht. Im Gegenteil, mit der richtigen Organisation (wir haben uns mindestens 1x im Monat gesehen) und mit den richtigen Zielen (wir hatten ja vor zusammen zu ziehen) kann man die Sache ganz gut angehen. Es ist natürlich eine Motivation wenn man diese Ziele hat und beide dran glauben...

Das mit der Freundschaft ist ihm scheinbar wichtig (zumindest behauptet er das, fühlen tu ich das nicht) und mir Anfangs sehr wichtig gewesen. Mittlerweile bin ich aber an dem Punkt angekommen, dass es mir relativ egal geworden ist, was sicherlich an seiner Einstellung dazu liegt.

Schreiben tun wir uns alle 2-3 Tage mal, er hat mir auch schon öfters angeboten im Skype miteinander zu reden oder miteinander was übers Internet zu spielen. Ich habs aber abgelehnt, weil ich mich ja nun damit angefreundet hab, dass es halt nicht mehr geht. Außerdem hat er sich halt verändert und geht mit mir um, als wär ich allenfalls eine B-Bekanntschaft mit der man was machen kann, wenn man langeweile hat.

Von daher ist dein lieb gemeinter Tipp für mich leider eher "unbrauchbar", außerdem habe ich Anfangs wirklich viel probiert, wenn auch Teils zu viel. Trotzdem hab ich nun die Einstellung dazu, dass zukünftig was von ihm kommen muss und nicht von mir. Ob das nun richtig ist oder nicht wird sich zeigen, aber verlieren kann ich sowieso nicht^^

Gruß
Marcel
 

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